
Mehr als eine Tonne Schrott in nur zwei Stunden gesammelt – zahlreiche Helferinnen und Helfer packten am Oberwinterer Rheinufer gemeinsam an
Oberwinter. Es war eine spontane Idee mit erstaunlicher Resonanz: Am Samstag, 22. August, trafen sich um 10.45 Uhr zahlreiche Helferinnen und Helfer am Pegel Oberwinter, um gemeinsam das Rheinufer von Unrat und Schrott zu befreien. Anlass für die Aktion war der derzeit niedrige Wasserstand des Rheins. Wo sonst das Wasser vieles verdeckt, wurden plötzlich zahlreiche Abfälle und Schrottteile sichtbar.
Der Oberwinterer Dan Hummel hatte deshalb über Social Media die Bewohnerinnen und Bewohner des Ortes dazu aufgerufen, gemeinsam eine Aufräumaktion am Rheinufer zu starten. Auch Ortsvorsteher Jürgen Walbröl war von der Idee sofort begeistert und unterstützte die Organisation der Aktion. In Vertretung des Ortsvorstehers nahm Niclas Schell selbst tatkräftig an der Sammelaktion teil.
Was sich den freiwilligen Helferinnen und Helfern auf dem etwa 1,5 Kilometer langen Uferabschnitt vor dem Oberwinterer Hafendamm offenbarte, war beeindruckend. Innerhalb von rund zwei Stunden kam allein dort mehr als eine Tonne Schrott und Müll zusammen. Das Spektrum der Fundstücke reichte von Metallteilen, Plastikflaschen und Glasscherben bis hin zu Starterbatterien, Wasserrohren und sogar kompletten Heizkörpern. Es war kaum zu glauben, was der niedrige Rheinwasserstand an diesem Tag alles freigab.
Mit vereinten Kräften wurden die Fundstücke vom Ufer auf den Hafendamm geschafft und anschließend per Anhänger zur Sammelstelle am Pegelhäuschen transportiert. Ortsvorsteher Jürgen Walbröl hatte sich bereits im Vorfeld mit der Stadt Remagen abgestimmt und dafür gesorgt, dass der gesammelte Müll am Montag durch den Bauhof der Stadt entsorgt werden kann.
Für die Helferinnen und Helfer gab es nach getaner Arbeit außerdem eine kräftige Stärkung: Der Ortsvorsteher hatte für heißes Schaschlik-Gulasch, Brötchen und Getränke gesorgt.
Besonders erfreulich war die große Beteiligung. Viele der Helferinnen und Helfer kannten sich vorher gar nicht, dennoch wurde gemeinsam angepackt und gearbeitet. Auch einige Freiwillige waren eigens von außerhalb nach Oberwinter gekommen, um die Aktion zu unterstützen. Die Stimmung war entsprechend gut – trotz der durchaus schweißtreibenden Arbeit bei bestem Sonnenschein.
„Müll verbindet!“ – dieser scherzhafte Satz, der während der Aktion fiel, brachte die besondere Atmosphäre wohl ziemlich genau auf den Punkt.
Auch das Wetter spielte mit: Nachdem es in der Nacht zuvor noch ausgiebig geregnet hatte, zeigte sich der Samstag von seiner besten Seite. Bei strahlendem Sonnenschein wurde gesammelt, sortiert, getragen und schließlich gemeinsam aufgeräumt.
Zum Abschluss bedankte sich Niclas Schell im Namen des Ortsvorstehers ausdrücklich bei allen Beteiligten für ihren Einsatz und die große Bereitschaft, gemeinsam etwas für das Oberwinterer Rheinufer zu tun.
Die spontane Aktion hat damit nicht nur mehr als eine Tonne Müll und Schrott aus der Landschaft verschwinden lassen, sondern auch gezeigt, was möglich ist, wenn viele Menschen unkompliziert gemeinsam anpacken.
